Unter einer Insel wird ein abgegrenzter Erdoberflächen-Teil verstanden, der nach seiner natürlichen Situation ständig von Wasser umgeben ist und sich ständig auch bei Flut über der Wasseroberfläche erhebt. Dabei spielen die Größe und Geologie (Felsen-, Sand-, Marsch-, Geest-, Koralleninseln) dieses Landteils für die Einordnung als Insel keine Rolle. Die Gesamtheit der Landmasse eines Kontinents wird allerdings nicht als solche bezeichnet. Das heißt, Australien und die Antarktika sind keine Inseln.

Meeres- und Binneninseln

RoseninselMan unterscheidet je nach Lage zwischen Meeres- und Binneninseln. Bei ersteren ist die Unterteilung in ozeanische Inseln („Hochseeinseln“ wie St. Helena) und auf dem kontinentalen Festlandssockel liegende Inseln (z.B. Helgoland) üblich. Binneninseln werden in Seeinseln (wie die Isola Bella im Lago Maggiore) und Flussinseln (z.B. Hamburg-Wilhelmsburg in der Elbe) unterschieden.

Inseln, die durch künstliche Bauwerke wie Brücken oder Dämme mit dem Festland verbunden werden, verlieren ihren Inselstatus nicht. Ebenso sind Halbinseln immer noch solche, auch wenn sie durch Kanäle vom Festland getrennt werden. Dagegen können durch natürliche Ereignisse wie Vulkanausbrüche oder Sturmfluten vom Festland abgetrennte Landteile zu Inseln werden.

Einige insulare Gebiete befinden sich allerdings in Hinblick auf diese Insel-Begrifflichkeit im definitorischem Graubereich. So gilt das vor der Küste der Normandie liegende felsige Mont Saint-Michel, das bei Niedrigwasser regelmäßig zu Fuß zu erreichen ist, sowohl im allgemeinen wie auch im amtlichen Sprachgebrauch als Insel. Ebenso das von Cuxhaven aus über Wattwanderwege erreichbare Neuwerk. Die nordfriesischen Halligen werden bei Hochwasser regelmäßig vollkommen überflutet und gelten dennoch als Inseln.

Inseln oder Inselgruppe?

St. Lucia in der KaribikViele Inseln wie Zypern liegen allein im Meer oder im Binnengewässer, andere bilden eine der zahlreichen Inselgruppen auf der Erde (z.B. Kykladen, Balearen, Kanaren, Ostfriesische Inseln). Inselgruppen werden häufig auch „Archipel“ genannt, obwohl mit diesem Begriff im ursprünglichen Sinne die Gesamtheit eines bestimmten Seegebiets mit Wasserfläche und den darin verstreuten Inseln gemeint ist. Eine Sondergruppe der Inselgruppen stellt das Atoll dar, das aus zahlreichen kleinen und kleinsten Inseln besteht, die ringförmig eine Lagune umschließen.

Künstliche Bauwerke wie Bohrinseln oder Leuchttürme werden nicht zu den Inseln gezählt. Ebenso keinen Inselstatus besitzen nicht fest mit der Erdoberfläche verbundene, aus dem Wasser ragende Findlinge wie der Georgstein in der Isar oder Sandbänke und andere zeitweise aus dem Wasser ragende Untiefen.

Die wichtigsten Inseln der Welt

AnacapaZu den wichtigsten Inseln der Erde gehören die flächenmäßig größten Atlantik-Inseln Grönland (etwa 2,2 Mio. qkm), Baffin Island (507.000 qkm) und Großbritannien (229.000 qkm) sowie die Pazifik-Großinseln Neuguinea (786.000 qkm), Borneo (743.000 qkm) und Honshu (230.000 qkm). Madagaskar (587.000 qkm) und Sumatra (473.000 qkm) liegen im Indik. Einige der wichtigsten Staaten wie Japan, Indonesien, das Vereinigte Königreich und die Philippinen bestehen nur aus Inselgebieten. Daneben gibt es über 40 weitere, meist kleinere, Inselstaaten. Zahlreiche Inseln und Inselgruppen sind vor allem als touristische Ziele bekannt. Dazu zählen die Malediven, Madeira und die Bermudas.

Die zehn schönsten Inseln der Welt

Sanftes Wellenrauschen, traumhafte Sonnenuntergänge, ausgedehnte Spaziergänge am Strand – wer träumt nicht davon, einfach einmal die Seele baumeln zu lassen und ein paar erholsame und entspannte Tage auf einer wunderschönen Insel zu verbringen? Um Euch einige Anregungen und Tipps für den nächsten Urlaub zu geben, gibts an dieser Stelle die zehn der schönsten Inseln rund um den Erdball. Egal ob Südseeperle oder wildromantische Insel im Atlantik- lasst Euch verzaubern! Aber Vorsicht – Fernweh vorprogrammiert! AHOI!!!!

Bali

Mitten im Indischen Ozean gelegen ist Bali das Traumziel vieler Sonnenhungriger schlechthin. Doch Bali hat dem Reisenden weit mehr zu bieten als nur traumhafte, palmengesäumte Strände. Wie wäre es z.B. mit einem Ausflug zu einer der mehr als 20.000 Tempelanlagen, einer Jeep-Tour durch die Bergwelt der Insel oder einer Wildwasserfahrt auf dem Sayan Fluss, die den Wagemutigen mit landschaftlich phantastische Eindrücken belohnt.

Malediven

Sie gelten als der Inbegriff des Südseeparadieses schlechthin und ziehen seit Generationen Touristen an – die Malediven. Gelegen vor der Südspitze Indiens sind die aus mehreren Atollen bestehenden Inseln insbesondere Bade- und Sonnenhungrigen wärmstens zu empfehlen, die an einem der traumhaften, schneeweißen Strände im glasklaren Meer baden oder bei einem Tauchgang die bunte Unterwasserwelt bestaunen können.

Capri

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“, sagte einst schon Johann Wolfgang von Goethe.
Die italienische Felseninsel Capri im Golf von Neapel zählt zweifelsohne zu den schönsten Inseln Europas. Das nur etwa 10 km2 große Eiland bezaubert seit jeher die Reisenden mit seiner magischen Schönheit. Berühmt für ihr ganzjährig mildes Klima, ihre üppige Blumenpracht, ihre am Meer liegenden Felsenhöhlen und nicht zuletzt für ihr Jahrtausende alte Geschichte ist die Insel ein lohnendes Reiseziel.

Liparische Inseln

Ebenfalls in Italien, nördlich von Sizilien gelegen begeistern die Liparischen Insel Reiselustige aus der ganzen Welt. Die Inseln vulkanischen Ursprung gehören seit 1997 zum UNESCO Weltnaturerbe. Der 3.000 Meter hohe Vulkan Stromboli, der einzig ständig aktive Vulkan Europas, bietet den Besuchern der gleichnamigen Insel ein beeindruckendes Naturschauspiel. Daneben laden die Inseln zu ausgedehnten Wander- und Radtouren ein.

Antigua

Weiter führt uns unsere Inseltour nach Antigua, einer zur Gruppe der Kleinen Antillen zählenden Insel in der Karibik. Ob Naturliebhaber, Wanderfreund, Wassersportler oder Erholungssuchender: die Insel hat für jeden etwas zu bieten und lockt nicht zuletzt mit einer Vielzahl schneeweißer Strände und türkisblauem, kristallklarem Wasser.

Galapagos-Inseln

Die zu Ecuador zählenden Galapagos-Inseln liegen rund 1000 km vor der Küste Südamerikas im Atlantischen Ozean und sind das Paradies schlechthin für alle Tier- und Naturliebhaber. Das Archipel, das zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt, besteht aus 14 größeren und mehr als 100 kleineren Inseln und bietet seinen Besuchern eine z.T. weltweit einzigartige Flora und Faune. Viele der dort beheimateten Tier- und Pflanzenarten findet man sonst nirgends anders auf der Erde.

Sansibar

Das im Indischen Ozean vor der Küste Ostafrikas gelegene Sansibar hat in den letzten Jahren zunehmend an touristischer Bedeutung gewonnen. Der Reiz der Insel liegt nicht zuletzt in der großen kulturellen Vielfalt ihrer Bewohner, ihrer bewegten Geschichte und der exponierten Lage südlich des Äquators. Ob ein Besuch auf dem alten Sklavenmarkt, ein Ausflug zum Gewürzmarkt mit seinen vielfältigen exotischen Gerüchen oder eine Rundfahrt um die Insel in einem landestypischen Holzsegelboot – Sansibar hat seinen Gästen einiges zu bieten. Und wer es ein bisschen ruhiger mag, den laden die traumhaften Luxushotels an den schneeweißen, weiten Strände zum Verweilen ein.

Fraser Island

Fraser Island, das als größte Sandinsel der Welt gilt, liegt etwa 200 km vor der Ostküste Australiens. Seit Anfang der neunziger Jahre gehört die Insel zum Weltnaturerbe der UNESCO. Charakteristisch für die Insel sind ihre mehr als 200 glasklaren Süßwasserseen sowie eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt – ob Mangrovensümpfe, Eukalyptuswälder oder australisches Buschland, ob Delfine, Buckelwale oder Meeresschildkröten, dem Naturliebhaber bietet sich eine Vielzahl an Sehenswertem.

Kap-Breton-Insel

Zerklüftete Felsenküsten, weites Grasland, Gletschertäler und waldreiche Hochplateaus – diese faszinierende Kulisse bietet sich den Reisenden bei einem Besuch der zu Kanada gehörenden Kap-Breton-Insel. Hauptattraktion der Insel ist der Kap-Breton-Highlands Nationalpark. Vom Cabot Trial, einer der wohl schönsten Küstenstraßen der Welt, hat man einen atemberaubenden Blick auf den Atlantik. Doch nicht nur Aktivurlauber kommen auf ihre Kosten. An warmen Sommertagen lädt der weiße Sandstrand von Ingonish Beach zum Baden und Relaxen ein.

Kauai

Kauai, eine der acht Hauptinseln Hawaiis, erwarten den Besucher mit gigantischen Felsformationen, die vor allem den Norden des Eilands beherrschen. Wegen ihrer vielfältigen und üppigen Pflanzenwelt wird die Insel auch Garteninsel genannt. Da die Insel bislang weit weniger touristisch erschlossen ist als ihre Nachbarn Maui und Big Island kann man abseits der Touristenströme die Schönheit der Natur und Strände noch ungestört genießen. Im Kontrast zum Norden, wird der der trockene Süden der Inseln durch den Waimea Canyon geprägt.