Die Bourgogne – deutsch: das Burgund – ist eine Region in der Mitte Frankreichs und setzt sich zusammen aus den Départements Yonne, Saône-et-Loire, Côte d’Or und Nièvre, wobei Dijon die Hauptstadt der Region ist. Benannt wurde das Gebiet nach den Burgundern – einem germanischen Stamm.

Schon beinahe immer  war die Bourgogne eine recht wohlhabende Region, was nicht zuletzt an dem guten Weinanbau liegt. Die wohl bekanntesten Weine kommen von der Côte de Nuits, der Côte de Beaune sowie aus den Weinanbaugebieten Chablis und Mâconnais. Ferner lebt die von Landwirtschaft geprägte Region von der Viehzucht, wobei die typischen Zuchttiere die berühmten Bressehühner und die Charolais-Rinder sind. Speziell in der Nähe der Auvergne findet man zudem ein weiteres, kostbares landwirtschaftliches Produkt: das Nussöl. Noch heute stehen hier einige der alten, immer noch in Betrieb befindlichen Nussöl-Mühlen. Die seit 1878 betriebene Ölmühle von Jean Leblanc in Iguerande gilt dabei als die älteste der Region.

Die Bourgogne besticht aber nicht nur durch ihren Reichtum an landwirtschaftlichen Gütern, sie ist zudem reich an historisch bedeutenden Orten, an beeindruckenden, mittelalterlichen Sakralbauten, sowie an einer unverwechselbaren landschaftlichen Schönheit. So bietet die rund 50 Kilometer lange Hügelkette der Côte d’Or jedem Besucher besonders im Herbst einen besonders schönen Anblick und lädt nicht nur zum Verweilen sondern auch zum Wandern ein. Auch viele der herrlichsten Flüsse Frankreichs – wie etwa die Yonne – befinden sich im Burgund. Über die Saône sowie die Rhône kann man sogar per Schiff bis ans Mittelmeer gelangen. Allein 1000 schiffbare Wasserwege sowie einige kleinere Flüsse, Bäche und Seen laden zum – aktiven – Urlauben dort ein.  Zahlreiche Klöster, Kirchen, Festungen, Burgen und Schlösser im Burgund zeugen von einer bewegten aber auch reichen Vergangenheit. So sollte man Orte wie die Zisterzienserabtei Fontenay, die zu den UNESCO-Welterbestätten zählt, oder die Kirche in Vézelay unbedingt besichtigen. Selbst Frankreichs berühmter Baumeister Vauban hat im Burgund seine Spuren hinterlassen. Eines seiner Meisterwerke ist der goldene Turm – la Tour dorée – in Camaret-sur-Merwurde. Auch er wurde von der UNESCO zur Welterbestätte ernannt.  Traumhaft schöne Schlösser – wie etwa das Wasserschloss von Sully – sind heute noch gut erhalten und stehen dem Besucher zur Besichtigung frei. Wunderschöne Orte wie Auxerre, Vézelay oder Chalon-sur-Saône warten mit historischen Gassen und Bauten sowie einladenden Straßencafés und guten Restaurants auf. Wer es besonders gerne besonders alt mag, der besucht die Höhlenmalereien im Vézère-Tal.

Zahlreiche Touristenattraktionen wie Hochseilgärten, landschaftlich schöne Radfahrwege entlang einiger Kanäle, Freizeitanlagen an Seen mit Wassersportmöglichkeiten, Parks oder Nostalgiezüge sind nur einige der Freizeitmöglichkeiten für die ganze Familie, die die Bourgogne zu bieten hat. Kunst- und Kulturliebhaber erwarten viele unterschiedliche Museen, wobei das Musée des Beaux-Arts in Dijon  besonders sehenswert ist. Zu den bekanntesten und interessantesten Festen der Region zählt übrigens der Karneval in Chalon-sur-Saône.