Tipps zum Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten

Wie zitiere ich richtig?

Wie man im Laufe des Geographiestudiums (und auch jedes anderen wissenschaftlichen Studiums) feststellen wird, ist das richtige Zitieren in Hausarbeiten oder Diplomarbeiten äußerst wichtig. Während in der Schule oft wenig Wert darauf gelegt wird, woher man die einzelnen Informationen bekommen hat, die man für seine Hausarbeiten verwendet, ist es im Studium immer ganz wichtig alles zu belegen.
Die verschiedenen Wissenschaftszweige verwenden dafür oft unterschiedliche Formate. Hier werden die in der Geographie üblichen Zitationsweisen beschrieben, obwohl es auch hier unterschiedlich Varianten gibt. Man kann durchaus auch andere verwenden, entscheidend ist, dass man durchgängig einen einheitlichen Stil wahrt. Das Zitieren in Form von Fußnoten ist bei Geographen eher unüblich. In der Regel steht die Quellenangabe direkt im Text.
Zu unterscheiden ist zwischen direkten und indirekten Zitaten:

Direkte Zitate

Direkte Zitate sind wortörtlich von anderen Autoren abgeschrieben. Sie werden mit "" gekennzeichnet. Hinter dem Zitat muss sogleich die Quelle genannt werden: (AUTOR Jahr, Seite). Direkte Zitate sollten spärlich verwendet werden, es zeugt nicht von viel Innovationsgeist, Dinge einfach nur abzuschreiben.

Indirekte Zitate

Indirekte Zitate sind Informationen von anderen Autoren, die man nicht wortwörtlich übernimmt. Am Satzende oder Absatzende wird auch hier wiederum die Quelle der Information genannt: (AUTOR Jahr, Seite).

Literaturverzeichnis

Im Literaturverzeichnis werden am Ende der Arbeit alle verwendeten Literaturquellen aufgelistet. Hierbei ist zu beachten, dass die verschiedenen Formen von Quellen wie z.B. Bücher, Zeitschriftenartikel, Buchartikel usw. alle in ganz spezieller Weise geschrieben werden müssen. Dazu gleich ein paar Beispiele aus einer Diplomarbeit zum Thema Wochenendhaussiedlungen. Zuvor einige allgemeines Tipps:

Unbedingt gehören in eine Literaturangabe:
Autor(en), Erscheinungsjahr, Titel des Artikels/Buches.
Auch die folgenden Angaben sind teilweise wichtig, es kommt drauf an, mit was für einem Werk man es zu tun hat:
Zeitschriftentitel, Seitenzahlen, Bandnummer, Heftnummer, Titel des Gesamtwerkes, Autoren des Gesamtwerkes, Titel der Reihe aus der das Werk stammt, Ort der Veröffentlichung.
Bei Büchern mit mehreren Auflagen ist diese mit anzugeben, da sich die Inhalte der einzelnen Auflagen manchmal unterscheiden.
Autoren werden für gewöhnlich in Großbuchstaben geschrieben. Wenn man den Vornamen ausschreibt, wird dieser klein geschrieben. Die Autoren kann man durch Semikolon trennen bei zwei Autoren kann auch ein &-Zeichen verwendet werden. Bis zu drei Autoren kann man ausschreiben. Bei mehr als drei Autoren empfiehlt es sich, nur den ersten hinzuschreiben und die übrigen unter "et al." zusammen.
Den Verlag anzugeben, ist im Übrigen nicht von Nöten. Ebenso irrelevant ist die Standortangabe, also in welcher Bibliothek man das Werk gelesen hat.

Beispiele zum Zitieren in Literaturverzeichnissen


Zeitschriftenartikel

GRIMM, F. & ALBRECHT, W. (1990): Freizeitwohnungen und Freizeitsiedlungen in der DDR. In: Petermanns Geographische Mitteilungen, 134, 2, S.87-94

Artikel aus einem Buch

KUHN, W. (2002): Der Trend zum Freizeitwohnen im ländlichen Raum. In: Bundesrepublik Deutschland Nationalatlas Dörfer und Städte, Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig (IFL), Berlin, S. 76-77

Buch

BÄUERLE, G. (1979): Naturorientiertes Freizeitwohnverhalten und Freizeitwohninteresse. Saarbrücken

Buch aus einer unregelmäßig erscheinenden Reihe

CARSTESEN, I. (2004): Land in Sicht? Berliner Einstellungen zu Freizeitwohnsitzen und Ferienhäusern im Umland. Ergebnisse empirischer Feldforschung. Potsdam (= Praxis Kultur- und Sozialgeographie, Bd. 31)

CARSTENSEN, I. et al. (1998): Erholung in der Bergbaufolgelandschaft? Vorstellungen, Erwartungen und Handeln - Ergebnisse von Befragungen in der Niederlausitz. Potsdam (= Potsdamer Geographische Forschun-gen, Hrsg.: H. ASCHE; H.-R. BORK; W. HELLER, Bd. 16)

Artikel aus einem Buch aus einer unregelmäßig erscheinenden Reihe

KÜHN, M. (2000): Gartenbezogenes Wohnen zwischen Stadt und Umland. Kleingärten und Hausgärten als Faktor der Suburbanisierung in ostdeutschen Stadtregionen. In: P. MOSER; J. BREUSTE (Hrsg.): Ostdeutsche Stadt-Umland-Regionen unter Suburbanisierungsdruck. Leipzig (= UFZ-Bericht, 14/2000), S. 65-73

Internetquelle

Der Umgang mit Internetquellen ist etwas schwierig. Generell ist auch hier der Autor zu benennen, wenn er bekannt ist. Die komplette URL sowie das Zugriffsdatum müssen angegeben werden.

LDS-BB - Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg: http://www.brandenburg.de/sixcms/detail.php/lbm1.c.223351.de (Zugriff am 18.10.2005)

ZUPP, W. (ohne Jahresangabe, vermutlich 2001): Zur Entwicklung der Bevölkerung in der Region Lausitz-Spreewald Internetquelle: (Zugriff am 22.11.2005) http://www.regionale-anpassung.de/1RF_Lausitz-Spreewald_Zupp.pdf

Gesetzte und Verordnungen

BbgBauO - Brandenburgische Bauordnung (zuletzt geändert 9.10.2003)

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