Die schnellste Anreisevariante für Norwegen: Fährfahrten

Damit nicht die lange Schleife über die Öresundbrücke und durch Südschweden bis nach Norwegen ausgefahren werden muss, lohnt es von Dänemark aus eine Fähre zu nehmen. Was es bei dieser Art des Reisens zu beachten gibt, wie lange der Check-In möglich ist und wohin die Schiffe fahren, klären die folgenden Ausführungen.

Wo bitte geht’s nach Norwegen?

Mit der Fähre nach NorwegenDie norddänische Hafenstadt Hirtshals fungiert als Tor zur skandinavischen Halbinsel. Vom Kai aus legen täglich Fähren ins Nachbarland ab und ermöglichen dort unterschiedliche Destinationen anzusteuern. Die kürzeste Verbindung besteht ins norwegische Kristiansand. Die City liegt im äußersten Süden des Königreiches und kann mit einer Schnellfähre innerhalb von 2 Stunden und 15 Minuten erreicht werden. Zwischen Kristiansand und Oslo steuern die Schiffe Langesund an. Jener Hafen fungiert als Pforte zu den Skigebieten der Telemark und bringt Reisende, die schnellstmöglich die weltberühmte Stabkirche von Heddal bestaunen wollen, rasch ans Ziel. Weiter westlich nimmt Risavika, ein Hafen unweit von Stavanger Passagiere auf, die sich auf der Fahrt zum Preikestolen befinden. Bergen, die malerische Metropole repräsentiert das nördlichste Ziel der Fähren. Zwischen der Landeklappe und den wunderhübschen Kontorhäusern von Bryggen liegen nur fünf Minuten und so werden Reisende sogleich zu einer kleinen Sightseeingtour durch Norwegens zweitgrößte Stadt verführt. Haben sich Urlauber dafür entschieden, an der schwedischen Westküste einige Tage zu verweilen, besteht dennoch die Möglichkeit mit einer Fährfahrt abzukürzen. In Strömstad legt zweimal täglich das Schiff hinüber ins norwegische Sandefjord ab, so dass sich die Etappe durch das Osloer Verkehrs-Nadelöhr gespart werden kann.

Norwegische Einreisebestimmungen

Fähre Norwegen EinreiseDas Königreich Norwegen ist kein Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Für Urlauber aus Deutschland gestaltet sich die Einreise dennoch unkompliziert. Es muss lediglich ein Personalausweis oder Reisepass mitgeführt werden. Die norwegischen Zollbeamte nehmen beim Verlassen der Fähre stichprobenartige Kontrollen vor, wenngleich jene seit dem Jahr 2015 in größerer Zahl vorkommen und auch ausführlicher gehandhabt werden. Jede Person über 18 Jahre darf höchstens eine Stange Zigaretten einführen. Das Schmuggeln von Alkoholika wird streng bestraft. Deshalb nehmen Urlauber bestenfalls keine Biere, Weine oder Schnäpse mit aufs Schiff und informieren sich auf einer offiziellen Webseite über die genauen Einreisebestimmungen.

Mit Kind & Kegel

Selbstverständlich kann auf eine Fährfahrt nach oder von Norwegen die gesamte Familie mit an Bord genommen werden. In den Restaurants der Reedereien werden extra kostengünstige Kindermenüs angeboten und auch Spielecken sind in der Regel vorhanden. Wird eine längere Fährfahrt unternommen, die die Nacht hindurch andauert, muss eine Kabine oder doch mindestens ein Schlafsitz mitgebucht werden. Familien mit kleinen Kindern sollten sich stets für erstere Variante entscheiden, da die jungen Passagiere in der Kabine besser Schlaf finden werden. Soll der geliebte, vierbeinige Freund beim Norwegen-Urlaub nicht fehlen, halten die Fähren auch für Tiere entsprechende Arrangements bereit. Hunde dürfen sich an Bord in Anwesenheit ihres Herrchens oder Frauchens und an der Leine gehalten, frei bewegen. Kleinere Haustiere haben in einem Käfig beziehungsweise in einer Transportkiste im Auto die Überfahrt zu verbringen. Weil es den Passagieren auf offener See nicht gestattet ist, noch kurzerhand etwas aus dem PKW oder Wohnmobil zu holen, verweilen die Tiere dort ganz alleine. Das Parkdeck bleibt geschlossen und so sollte sich genau überlegt werden, welche Gegenstände für Hund, Kind oder einen selbst in den nächsten Stunden unverzichtbar sind.

Check-In-Bedingungen der Reedereien

Für die Fähren gilt: exakt eine Stunde vor dem Ankerlichten muss sich spätestens zum Check-In eingefunden werden. Damit das Schiff den Zeitplan stets einhält und andere Passagiere nicht warten müssen, schließt der Check-In-Schalter 20 Minuten vor Abfahrt. Die genauen Öffnungszeiten für den Check-In sollten dabei einer offiziellen Fährwebseite entnommen werden. Nur so wird gewährleistet, dass noch alle Fahrzeuge und Personen rechtzeitig vor dem Auslaufen ihren zugedachten Platz einzunehmen im Stande sind. Wer später erscheint, muss umbuchen.

Hafen: Die Verortung der Terminals

Fahren Urlauber auf der dänischen Autobahn E39 Richtung Hirtshals, so weisen ihnen ab dem Autobahnende Verkehrsschilder den schnellsten Weg zum Fährhafen. Die Namen der Reedereien sind ebenfalls angebracht, damit nicht vor dem falschen Schiff in der Schlange gewartet wird. Sind die Ferien zu Ende und geht es wieder zurück zum Hafen von Kristiansand, kann nur in der 30minütigen Kurzparkzone vor dem Terminal geparkt werden. In Stavanger hingegen stehen ausreichend kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Auch in Bergen ist es nur für den Check-In erlaubt das Auto kurz abzustellen. Wer schon Stunden zuvor in der Stadt ankommt, wartet außerhalb. Die E18 führt über die Ausfahrt 51 nach Langesund, wo Reisende der Beschilderung gen Grenland Havn folgen.

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