Sicherheit in Guatemala

Jeder, der nach Guatemala reisen möchte, sollte sich zwangsläufig mit dem Thema Sicherheit beschäftigen. Liest man die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes wird einem Angst und Bange – hat man doch das Gefühl, dass eine Reise in dieses mittelamerikanische Land an Selbstmord grenzt. Aber ist es wirklich so gefährlich?

Strandhütte GuatemalaIch möchte hier meine eigenen Erfahrungen wiedergeben, die sehr subjektiv sein können. Deswegen freue ich mich sehr über eure Kommentare!

Ich war im Januar 2013 für drei Wochen in Guatemala, weil mein Freund jetzt in Guatemala-Stadt wohnt. Schon mal vorab: Mir ist in den drei Wochen überhaupt nichts passiert. Allerdings war ich auch extrem vorsichtig und immer mit Einheimischen unterwegs.

In Guatemala-Stadt sollte man aufpassen

In Guatemala-Stadt fühlte ich mich ehrlich gesagt nicht sicher. Wir haben uns immer mit dem Auto fortbewegt, die Autotüren waren dabei immer verriegelt. Die meisten Autos haben verspiegelte Fenster, so dass man kaum sehen kann, wer vor oder neben einem fährt. Das gibt einem schon ein ungutes Gefühl. Außerdem sieht man überall, eigentlich vor jedem Geschäft und Restaurant, Wachmänner mit Maschinengewehr. Für uns Europäer ist das schockierend, erstaunlicherweise gewöhnt man sich aber ziemlich schnell daran.

In der Nacht waren wir nie unterwegs, da besonders in der Dunkelheit Überfälle stattfinden. Zweimal waren wir im Zentrum von Guatemala-Stadt und haben dabei immer auf einem bewachten Parkplatz gestanden. Bei den Spaziergängen hatte ich weder Schmuck getragen, noch eine Tasche oder Kamera bei mir. Das wenige Bargeld war immer direkt in meiner Hosentasche verstaut. Außerdem sollte man auch nicht sein Handy herausholen und sich nicht von Leuten anquatschen lassen. Wenn man das alles beachtet, wird einem tagsüber wohl kaum etwas passieren.

Bis auf die zwei Ausflüge ins Zentrum haben wir uns ansonsten tatsächlich nur mit dem Auto fortbewegt, selbst wenn es nur 200 Meter zum Supermarkt waren. Mir kam die Gegend im 15. Bezirk ziemlich sicher vor. Hier wohnen hauptsächlich betuchtere Leute und die Häuser sind allesamt abgesperrt und bewacht. Die Familie meines Freundes riet mir vehement davon ab, allein auf die Straße zu gehen. Ich kann allerdings nicht sagen, ob es tatsächlich so gefährlich ist, oder ob es einfach nur in den Köpfen der Guatemalteken so verankert ist.

Antigua ist sehr sicher

Außerhalb von Guatemala-Stadt habe ich mich überhaupt nicht unsicher gefühlt. Besonders frei fühlte ich mich in Antigua, eine wunderschöne kleine Stadt, die sehr touristisch geprägt ist. Hier bin ich sogar allein bummeln gegangen und hatte überhaupt keine Bedenken. Abends bin ich allerdings immer mit meinem Freund ausgegangen. Aber das heißt nicht, dass ich das Gefühl hatte, das etwas passieren würde. Ich fühle mich einfach immer besser, wenn ich abends männliche Begleitung habe, auch in Deutschland.
In Antigua gab es sehr viele Geschäfte, Bäckereien, Restaurants und Cafés… und ebenso viele Touristen, die vor allem aus den USA kamen. Außerdem gibt es eine Touristenpolizei, die überall präsent ist.

Des Weiteren waren wir noch im Hochland auf einer Kaffeeplantage und an der Pazifikküste in der Nähe von El Salvador. Diese Regionen sind sehr ländlich geprägt und ich hatte dort überhaupt keine Sicherheitsbedenken.

Was sind eure Erfahrungen? Oder habt ihr demnächst vor nach Guatemala zu reisen? Ich freue mich sehr über eure Kommentare.

9 Comments

  1. Stephanie 1. Februar 2014
  2. Andrea 3. Mai 2014
    • Anja 4. Mai 2014
  3. Ruth 7. Juli 2014
    • Anja 29. Juli 2014
  4. Ruth 29. September 2014
  5. Anne 6. Oktober 2015
  6. Karl 1. Juli 2016
    • Anja 22. August 2016

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