Flora und Fauna in Guatemala

Guatemala sowie das gesamte mesoamerikanische Gebiet sind, nicht zuletzt wegen des tropischen Regenwaldes und des Zugangs zu zwei Meeren, mit einer weltweit herausragenden Artenvielfalt gesegnet. Konzentriert ist dieses Diversität vor allem in den Meeren und dem Regen- beziehungsweise Nebelwald.

Rund 36 Prozent des Landes sind mit Primär- oder Sekundärwald bewaldet. Im Tieflandregenwald beeindruckt vor allem die erhebliche Zahl an heimischen Bäumen, die im Vergleich mit Europa um das zwanzig fache höher ist. Besonders artenarm sind dagegen die vulkanische Beckenlandschaft im zentralen Hochland sowie die von Kiefern dominierte Savanne in der Nähe des Pazifiks. Auf dem kargen Fels des Hochlandes gedeiht meist nicht mehr als Dornbüsche und Sukkulenten.

Bougainvillea GuatemalaUm den Atitlán-See und in den wassereichenen Tälern blüht die Pflanzen- und Tierwelt hingegen auf. Zu den häufig anzutreffenden Baumarten gehören die Mangroven der Küstenbereiche, Kokospalmen, Trompetenbäume und der Kapokbaum. Edelhölzer wie Mahagoni. Balsa- und Teakbäume wachsen ebenfalls in den tropischen Wäldern Guatemalas. Auf Kulturflächen dominieren Obst-, Kakao- und Kaffeeplantagen. In den Regen- und Nebelwäldern nutzen zahlreiche Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) die großen Baumriesen des Waldes als Siedlungssubstrat. Sie sind ebenfalls mit zahlreichen Arten vertreten, zu denen unzählige Bromelien, Orchideen, Moose und Farne zählen.

Bananen Guatemala
Eine reiche Pflanzenwelt bringt eine ebenso außergewöhnliche Tierwelt hervor. Mehr als 700 unterschiedliche Vogelarten kommen in den unterschiedlichen Lebensbereichen des Landes vor. Unangefochten der beliebteste unter ihnen ist der Quetzal, der in den Nebelwäldern des Landes anzutreffen ist. Leider ist das Nationaltier Guatemalas, welches von der indigenen Bevölkerung als heilig verehrt wird, mittlerweile sehr selten geworden. Hinzu kommen zahlreiche Säugetiere, Amphibien, Reptilien und vor allem Insekten. Zu den bekanntesten Säugetieren zählen dabei Faultiere, Jaguare, Nasen- und Ameisenbären, Tapire und Agutis. Bei den Amphibien gehören wohl Rotaugen-Laubfrösche und Pfeilgiftfrösche, mit ihren leuchtenden Warnfarben, zu den optisch ansprechendsten Vertretern. Bei den Reptilien bevölkern Meeresschildkröte die Küstenstrände, Leguane die Baumwipfel und Krokodile und Kaimane die Flussläufe des Landes. Auch zahlreiche Schlangenarten sind in den unterschiedlichen Habitaten verbreitet. In Bezug auf die Vielfalt der Insektenarten genügt die pure Angabe einer schier ungeheuren Zahl an Arten. Mehr als 220.000 soll es von ihnen in Guatemala geben. Die ausgesprochen hohe Vielfalt setzt sich auch in den Meeren fort. Dort sind regelmäßig Haie, Wale, Schildkröten, Seeschlangen und unzählige Korallen- und Fischarten anzutreffen. All dies kann aber nur ein winziger Auszug aus der reichhaltigen Flora- und Fauna Guatemalas sein.

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